Was ist Furikake?
Furikake (ふりかけ) heißt übersetzt etwa „zum Darüberstreuen“. In Japan streust du die Mischung auf eine Schale weißen Reis, auf Onigiri oder über den Reis in der Bento-Box. Die klassische Fassung enthält geröstete Nori-Stücke, Sesam, Salz, etwas Zucker und Bonitoflocken. Herkunft, Sorten und Einkauf erklärt der Artikel Furikake. Für die Rezeptkarte unten rechnest du 3 bis 4 EL Furikake auf 400 g rohen Reis.
Der richtige Reis
Nimm japanischen Rundkornreis, im Handel oft als Sushi-Reis verkauft. Die Körner kleben leicht aneinander, und die Würze haftet an ihrer Oberfläche. Bei Basmati oder Jasminreis rollen die Körner auseinander, und das Furikake rieselt auf den Boden der Schale. Wasch den Reis, bis das Wasser fast klar bleibt, und gare ihn mit 500 ml Wasser auf 400 g Reis. Die Anleitung für Reis aus dem Topf ohne angebrannten Boden findest du unter Reis kochen.
So gelingt Furikake-Reis
Reis ausdampfen lassen
Nach der Ruhezeit lockerst du den Reis mit einem Reisspatel und lässt ihn 2 bis 3 Minuten offen stehen. Die Oberfläche trocknet in dieser Zeit ab. Streust du das Furikake auf nassen Reis, saugen sich Nori und Sesam voll und verklumpen.
Kurz vor dem Essen würzen
Heb die Mischung erst unter, wenn du servierst, oder streu sie obenauf und lass jeden am Tisch selbst mischen. Nori zieht Feuchtigkeit und wird nach 10 bis 15 Minuten weich. Für Onigiri und Bento mischst du das Furikake trotzdem vorher unter, dort zählt der Geschmack mehr als der Biss.
Menge abschmecken
Fang mit 2 EL an und probier. Fertige Mischungen enthalten je nach Hersteller unterschiedlich viel Salz und Zucker. Mit selbst gemischtem Furikake kannst du großzügiger sein.
Furikake selber machen
Für ein kleines Glas röstest du 3 EL Sesam in einer trockenen Pfanne, bis er duftet und springt. Zieh 2 Nori-Blätter kurz über die heiße Pfanne, bis sie knistern, und zerbrösel sie. Misch beides mit 2 EL Bonitoflocken, 1 TL Salz und 1 TL Zucker. In einem Schraubglas hält die Mischung 2 bis 3 Wochen. Für eine vegetarische Fassung lässt du den Fisch weg und nimmst ein drittes Nori-Blatt und etwas zerbröselten, gerösteten Kombu. Fertiges Furikake enthält oft Fisch, also lies die Zutatenliste.
Häufige Fehler
- Zu viel Wasser: Weicher, nasser Reis nimmt die Mischung auf und wird matschig.
- Zu früh gewürzt: Nach einer halben Stunde im Topf schmeckt das Nori nach nassem Papier.
- Zu viel Furikake: Die Schale wird salzig, und der Reisgeschmack verschwindet.
Varianten und was dazu passt
Gib ein Stück Butter und ein paar Tropfen Sojasauce in den heißen Reis und streu dann das Furikake darüber. Mit Ei-Furikake (Tamago) schmeckt der Reis milder, mit Yukari aus roten Shiso-Blättern säuerlich. Für Reisbällchen formst du den gewürzten Reis wie bei den Onigiri mit Thunfisch und Furikake. Als einfache japanische Mahlzeit servierst du den Reis mit Misosuppe mit Shiitake und Tofu und gegrillter Makrele nach dem Rezept für Shioyaki Saba.

