Chashu – Geschmorter Schweinebauch für Ramen: Ein Fest der Aromen

Chashu ist geschmorter Schweinebauch, den du gerollt in Sojasauce, Mirin, Sake und Zucker garst und in dünnen Scheiben auf Ramen legst. Das Fleisch schmeckt salzig und süß, das Fett schmilzt beim Essen, und nach einer Nacht im Kühlschrank schneidest du saubere Scheiben.

Chashu – Geschmorter Schweinebauch für Ramen: Ein Fest der Aromen - RamenHeaven
3 Std 20 Mingesamt
4-6Portionen
–kcal

Japanisch

Küche
Zum Rezept

Was ist Chashu?

Chashu (チャーシュー) ist die japanische Form des kantonesischen Char Siu. Der chinesische Name bedeutet „an der Gabel geröstet“: In Kanton grillen Köche mariniertes Schweinefleisch am Spieß. Japanische Ramen-Köche haben daraus ein Schmorgericht gemacht. Sie rollen Schweinebauch, binden ihn und lassen ihn in einer süßen Sojabrühe ziehen. Auf Deutsch übersetzt du Chashu am treffendsten mit geschmortem Schweinebauch. Manche Ramen-Läden schmoren Schulter oder Nacken, auf den meisten Schüsseln liegt Bauch.

Der richtige Schweinebauch

  • Stück: Kauf ein rechteckiges Stück ohne Knochen, 3 bis 4 cm dick, mit gleichmäßigen Schichten aus Fett und Fleisch. Beim Metzger fragst du nach einem Stück aus der Mitte des Bauchs.
  • Schwarte: Viele japanische Rezepte nehmen Bauch ohne Schwarte. Mit Schwarte bekommst du außen eine weiche, gelatinöse Schicht. Magst du die nicht, schneidest du sie vor dem Rollen ab.
  • Nacken als Ersatz: Schweinenacken ist magerer und bleibt fester. Du kannst ihn ungerollt schmoren.

Die Würzbrühe

Die Brühe besteht aus japanischer Sojasauce, Mirin und Sake, dazu Zucker und Wasser. Mirin bringt Süße und Glanz, Sake mildert den Eigengeruch des Schweinefleischs. Hast du keinen Sake, nimmst du dieselbe Menge Wasser. Chinesische dunkle Sojasauce färbt das Fleisch fast schwarz und schmeckt nach Melasse. Den Unterschied der Sorten erklärt der Artikel über helle und dunkle Sojasauce.

So gelingt Chashu

Rollen und binden

Leg den Bauch mit der Fettseite nach unten, roll ihn von der langen Seite her eng auf und bind ihn alle 2 bis 3 cm mit Küchengarn. Die Rolle behält beim Schmoren ihre Form, und du bekommst runde Scheiben mit Fett am Rand. Für flaches Chashu lässt du das Rollen weg.

Anbraten und schmoren

Brat die Rolle rundum braun an. Die Röstaromen gehen in die Brühe über und geben ihr Farbe. Beim Schmoren soll die Flüssigkeit leise blubbern. Kocht sie sprudelnd, zieht sich das Fleisch zusammen und wird faserig. Die Brühe bedeckt die Rolle nicht ganz, deshalb drehst du sie alle 30 Minuten. Ein Stück Backpapier mit einem kleinen Loch in der Mitte, direkt auf die Brühe gelegt, hält die Oberseite feucht. In Japan heißt dieser Trick Otoshibuta. Nach 2 bis 3 Stunden gleitet ein Holzspieß ohne Widerstand ins Fleisch.

Kühlen und schneiden

Nimm die Rolle aus der Brühe, lass sie abkühlen und wickle sie fest in Frischhaltefolie. Über Nacht im Kühlschrank wird das Fett fest. Mit einem scharfen Messer schneidest du dann Scheiben von 3 bis 5 mm. Vor dem Servieren legst du die Scheiben kurz in die heiße Suppe oder flämmst sie mit einem Küchenbrenner ab, bis das Fett an den Rändern bräunt.

Die Schmorbrühe weiterverwenden

Gieß die Brühe nicht weg. Sieb sie ab, lass sie abkühlen und heb das feste Fett ab. Ein bis zwei Esslöffel davon würzen eine Schüssel Ramen, ähnlich wie eine Shoyu-Tare. Leg geschälte, wachsweich gekochte Eier über Nacht hinein, und du bekommst Ramen-Eier (Ajitsuke Tamago).

Chashu in Ramen und anderen Gerichten

Pro Schüssel rechnest du 2 bis 3 Scheiben. Chashu gehört auf Tonkotsu Ramen und Miso Ramen, zusammen mit Ei, Bambussprossen und Frühlingszwiebeln. Reste schneidest du in Würfel und brätst sie in Chahan mit. Warme Scheiben auf Reis, mit etwas Brühe beträufelt, ergeben Chashu-Don. Einen chinesischen Verwandten mit Sternanis und Shaoxing-Wein findest du als Hong Shao Rou.

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Chashu – Geschmorter Schweinebauch für Ramen: Ein Fest der Aromen

Laura Chen
Portionen

4-6

Vorbereitungszeit

20 Minuten

Kochzeit

180 Minuten

Küche

Japanisch

Kategorie

Beilage

Chashu ist gerollter Schweinebauch, den du 2 bis 3 Stunden in Sojasauce, Mirin, Sake und Zucker schmorst. Nach einer Nacht im Kühlschrank schneidest du ihn in dünne Scheiben und legst sie auf Ramen.
Chashu Geschmorter Schweinebauch für Ramen

Zutaten

    Für den Schweinebauch

    • 1 kg Schweinebauch, am besten mit Haut
    • 2 EL Pflanzenöl
    • 4 Frühlingszwiebeln
    • 2 Stücke Ingwer, etwa 5 cm lang, grob geschnitten
    • 4 Knoblauchzehen, zerdrückt

    Für die Brühe:

    • 500 ml Sojasauce
    • 250 ml Mirin
    • 250 ml Sake
    • 100 g Zucker
    • 500 ml Wasser

    Zubereitungsschritte

      Vorbereitung des Schweinebauchs:

      1. Den Schweinebauch mit Küchengarn so binden, dass ein gleichmäßiges Rollen entsteht. Dies hilft, die Form während des Schmorens zu bewahren und eine gleichmäßige Garung zu gewährleisten.

      Anbraten:

      1. In einem großen Topf das Pflanzenöl bei mittlerer Hitze erhitzen. Den Schweinebauch von allen Seiten anbraten, bis er gleichmäßig gebräunt ist. Die Röstaromen geben der Schmorbrühe Farbe und Geschmack.

      Aromaten hinzufügen:

      1. Frühlingszwiebeln, Ingwer und Knoblauch zum Topf geben und kurz mitbraten, bis sie duften.

      Brühe zubereiten:

      1. Sojasauce, Mirin, Sake, Zucker und Wasser in den Topf geben und umrühren, um die Brühe zu kombinieren. Zum Kochen bringen und dann die Hitze reduzieren, um ein sanftes Köcheln zu erreichen.

      Schmoren:

      1. Den Topf abdecken und den Schweinebauch bei niedriger Hitze 2-3 Stunden langsam schmoren lassen, bis das Fleisch zart ist. Gelegentlich wenden, um eine gleichmäßige Garung zu gewährleisten.

      Ruhezeit:

      1. Nach dem Schmoren den Schweinebauch aus der Brühe nehmen und auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Für das beste Ergebnis den Schweinebauch in Frischhaltefolie wickeln und für einige Stunden oder über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen. Dies erleichtert das Schneiden in dünne Scheiben.

      Servieren:

      1. Den gekühlten Chashu in dünne Scheiben schneiden und auf einer heißen Schüssel Ramen anrichten. Die restliche Brühe kann als zusätzliche Sauce über den Ramen geträufelt oder für andere Gerichte verwendet werden.

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