Was ist Sago?
Sago ist Stärke in Perlenform. Der Name stammt von der Sagopalme, aus deren Mark Menschen in Südostasien die ursprüngliche Stärke gewinnen. Den Perlsago aus dem deutschen Supermarkt stellen Hersteller meist aus Kartoffelstärke her, im Asia-Laden findest du Perlen aus Tapioka, der Stärke der Maniokwurzel. Beide Sorten funktionieren für Num Sakoo und enthalten kein Gluten. Kauf kleine weiße Perlen mit 2 bis 3 mm Durchmesser. Die großen dunklen Perlen aus dem Bubble Tea brauchen 30 Minuten und länger und bleiben zäh.
Sago-Perlen richtig kochen
Für 150 g Perlen nimmst du 1 l Wasser. Gib die Perlen erst ins Wasser, wenn es sprudelnd kocht, und rühr in den ersten 3 Minuten ohne Pause. In lauwarmem Wasser quillt die Stärke außen an, bevor die Perlen sich bewegen, und sie kleben zu einem Klumpen zusammen.
Nach 10 bis 15 Minuten sind die Perlen durchscheinend und haben höchstens noch einen winzigen weißen Kern. Bleibt der Kern sichtbar, schaltest du den Herd aus und lässt sie zugedeckt 5 bis 10 Minuten nachziehen. Die Kochzeit hängt von Größe und Sorte ab, ein Blick auf die Packung hilft. Spül die Perlen danach im Sieb kalt ab. Das Wasser nimmt die lose Stärke mit, die Perlen bleiben einzeln.
Kokosmilch und Süße
- Kokosmilch: Nimm ungesüßte Kokosmilch aus der Dose. Kokosdrinks aus dem Kühlregal sind zu dünn und machen das Dessert wässrig.
- Zucker: Weißer Zucker hält die Farbe hell. Palmzucker gibt eine karamellige Note und färbt die Kokosmilch beige.
- Salz: Die Prise Salz gehört dazu. Sie hebt die Süße und das Kokosaroma, ohne dass du sie herausschmeckst.
- Pandan: Ein verknotetes Pandanblatt, das du in der warmen Kokosmilch ziehen lässt, gibt einen grünen, nussigen Duft.
Erwärm die Kokosmilch nur, bis der Zucker gelöst ist. Kocht sie sprudelnd, trennt sich das Fett und schwimmt als Ölfilm oben.
Häufige Fehler
- Kaltes Wasser zum Start: Die Perlen verkleben zu einem Block.
- Zu früh vom Herd: Ein großer weißer Kern schmeckt mehlig und knirscht.
- Am Vortag fertig gemischt: Sago saugt weiter Flüssigkeit auf und wird fest. Rühr vor dem Servieren 50 bis 100 ml Kokosmilch oder Wasser unter. Im Kühlschrank hält sich das Dessert 2 Tage.
Varianten mit Sago
Für eine sättigende Fassung garst du 200 g gewürfelten Kürbis, Süßkartoffel oder Taro in der Kokosmilch, bevor die Perlen dazukommen. Eine Taro-Variante aus Vietnam findest du im Rezept für Che Ba Ba. Im Sommer servierst du Num Sakoo gekühlt mit Mangowürfeln oder Jackfrucht.
Sago-Pudding zum Stürzen kennst du aus Malaysia: Für Sago Gula Melaka lässt du die gekochten Perlen in Förmchen fest werden und gießt Palmzuckersirup und Kokosmilch darüber. Mehr Kokos-Desserts aus Südostasien sind Num Lot mit grünem Pandan-Gelee und das thailändische Ruam Mit mit Tapioka und Früchten.
Servieren
Füll das Dessert in kleine Schalen und streu geröstete, grob gehackte Erdnüsse darüber. Geröstete Sesamsamen oder Kokosraspeln bringen ebenfalls Biss. Warm schmeckt Num Sakoo cremiger, gekühlt dicker und erfrischender. Ein paar Minzblätter setzen einen grünen Akzent.


