Was ist Mochi?
In Japan heißt zuerst der Teig Mochi: gedämpfter Klebreis (Mochigome), den man in einem großen Holzmörser zu einer zähen Masse schlägt. Dieses Stampfen heißt Mochitsuki und gehört in vielen Familien zum Jahreswechsel. Aus dem Teig entstehen viele Süßigkeiten, etwa Daifuku mit Bohnenfüllung oder Ichigo Daifuku mit einer ganzen Erdbeere. Zu Hause nimmst du Klebreismehl, also schon gemahlenen Klebreis. Rührst du es mit Wasser an und garst es, bekommst du dieselbe elastische Textur. Wie du ganzen Klebreis garst, steht unter Klebreis kochen.
Die richtigen Zutaten
- Klebreismehl: Auf der Packung steht Mochiko, Shiratamako oder Glutinous Rice Flour. Das günstige thailändische Klebreismehl aus dem Asia-Laden funktioniert gut. Normales Reismehl taugt nicht, der Teig bleibt bröselig und wird nicht elastisch.
- Stärke zum Bestäuben: In Japan nimmt man Katakuriko, also Kartoffelstärke. Maisstärke funktioniert genauso. Weizenmehl eignet sich nicht, es schmeckt roh.
- Zucker: Er süßt den Teig und hält ihn länger weich.
- Anko: Die süße Paste aus Azukibohnen gibt es fertig in Dose oder Beutel, glatt als Koshian oder stückig als Tsubuan.
So gelingt Mochi: die wichtigsten Schritte
In kurzen Intervallen garen
Gare den Teig in kurzen Abständen und rühr zwischendurch mit einem nassen Teigschaber um. Nach dem ersten Durchgang ist die Masse am Rand fest und in der Mitte flüssig, nach dem zweiten klumpig. Fertig ist sie, wenn sie überall durchscheinend glänzt und sich zäh vom Schaber ziehen lässt. Bei 800 Watt dauert das 3 bis 4 Minuten. Ist die Mitte noch weiß und matt, gib 30 Sekunden dazu.
Warm formen
Streu die Arbeitsfläche dick mit Stärke ein, kipp den heißen Teig darauf und bestäub auch die Oberseite. Lass ihn nur so weit abkühlen, dass du ihn anfassen kannst. Kalter Mochi wird fest und lässt sich nicht mehr verschließen. Mit einer bestäubten Teigkarte teilst du ihn in 10 Stücke von je etwa 50 g.
Füllen
Drück ein Stück flach, setz eine Kugel aus 20 g Anko in die Mitte und zieh den Teig rundherum darüber. Kneif die Naht zusammen und leg den Mochi mit der Naht nach unten ab. Gekühlte Anko lässt sich leichter zu Kugeln rollen.
Häufige Fehler
- Zu lange am Stück gegart: Mehrere Minuten ohne Umrühren machen den Teig am Rand hart und gummiartig.
- Zu wenig Stärke: Der Teig klebt an Fläche, Händen und Messer. Nimm reichlich und klopf den Rest am Ende mit einem Pinsel ab.
- Mochi im Kühlschrank: Kälte macht den Teig hart. Iss Mochi am selben oder am nächsten Tag.
- Falsches Mehl: Mit normalem Reismehl oder Weizenmehl entsteht kein Mochi.
Varianten
Färb den Teig mit 1 TL Matcha-Pulver grün oder ersetz 2 EL Wasser durch Erdbeerpüree. Statt Anko passen Erdnussbutter mit etwas Zucker, schwarze Sesampaste oder ein Stück Obst. Für Mochi-Eis wickelst du kleine Kugeln Eiscreme in den Teig und frierst sie sofort ein. Kleine gekochte Klebreisklöße heißen Shiratama Dango, gegrillte Spieße mit süßer Sojaglasur kennst du als Mitarashi Dango. Die koreanische Verwandte heißt Chapssaltteok.
