Was sind Takoyaki?
Tako heißt Oktopus, yaki gebraten oder gegrillt. Takoyaki gibt es seit den 1930er-Jahren in Osaka. Heute verkaufen Stände sie auf Festen und in Einkaufsstraßen in ganz Japan, meist sechs oder acht Stück in einer Schale. Obendrauf kommen eine süß-würzige Sauce, Mayonnaise, Aonori und Bonitoflocken, die sich in der aufsteigenden Hitze bewegen.
Die richtigen Zutaten
- Takoyaki-Mehl: Die Fertigmischung aus dem Asia-Laden enthält Weizenmehl, Backtriebmittel und oft schon Dashi-Würze. Ersatzweise nimmst du 200 g Weizenmehl Type 405 mit 2 TL Backpulver und 2 TL Dashi-Pulver. Was in Dashi steckt, liest du unter Dashi und Dashi-Pulver.
- Oktopus: Kauf gekochten Oktopus, als Tiefkühlware im Asia-Laden oder an der Fischtheke, und schneid ihn in Würfel von 1 bis 1,5 cm. Garnelen, Tintenfisch oder Würstchen funktionieren auch.
- Tenkasu: Knusprige Tempura-Krümel, die das Innere locker machen. Du bekommst sie fertig im Beutel. Röstzwiebeln sind ein brauchbarer Ersatz.
- Toppings: Takoyaki- oder Okonomiyaki-Sauce, japanische Mayonnaise, Aonori und Katsuobushi. Die Mayo kannst du auch selbst rühren: Kewpie-Mayo.
So gelingen Takoyaki: die wichtigsten Schritte
Form heiß und gut gefettet
Heiz die Takoyaki-Pfanne auf mittlerer bis hoher Stufe vor und streich jede Mulde und die Ränder dazwischen mit einem Pinsel dick mit Öl ein. Mit zu wenig Öl reißen die Bällchen beim Wenden.
Randvoll füllen
Gieß den dünnflüssigen Teig so ein, dass er die Mulden füllt und über die Ränder läuft. Danach kommen in jede Mulde ein Stück Oktopus und über die ganze Fläche Frühlingszwiebeln, Tenkasu und Käse. Den übergelaufenen Teig drehst du später in die Kugel ein.
In zwei Schritten wenden
Nach 2 bis 3 Minuten ist die Unterseite fest. Fahr mit einem Holzspieß um jede Mulde, trenn den Teig an den Grenzen und dreh jedes Bällchen um 90 Grad. Den überstehenden Teig schiebst du dabei in die Mulde. Nach einer weiteren Minute drehst du es ganz um. Danach wendest du alle 30 Sekunden, bis die Bällchen rund und rundum braun sind, insgesamt 8 bis 10 Minuten.
Häufige Fehler
- Zu dicker Teig: Takoyaki-Teig ist viel flüssiger als Pfannkuchenteig. Dicker Teig ergibt trockene, feste Bällchen.
- Zu früh gewendet: Ist die Unterseite noch flüssig, reißt die Kugel. Warte, bis sich der Rand mit dem Spieß lösen lässt.
- Mulden nur halb gefüllt: Die Bällchen werden klein und bekommen Löcher.
- Sofort hineingebissen: Innen bleiben Takoyaki lange heiß. Lass sie eine Minute ruhen.
Varianten
Statt Oktopus passen Garnelen, Würstchen, Mais oder Kimchi. Hast du keine Takoyaki-Sauce, rührst du 2 EL Worcestershire-Sauce, 2 EL Ketchup, 1 TL Sojasauce und 1 TL Zucker zusammen. Eine ähnliche Mischung steckt in der Tonkatsu-Sauce, die du ebenfalls darübergeben kannst.
Dazu passt
Takoyaki sind Streetfood und Partyessen. Mit einer elektrischen Takoyaki-Platte auf dem Tisch backen deine Gäste ihre Bällchen selbst. Gefällt dir der Geschmack, probier Okonomiyaki nach Osaka-Art, die mit denselben Toppings auf den Teller kommen. Als weitere Snacks passen Edamame und Karaage.

