Korean Street Food: Tteokbokki, Hotteok, Gimbap und mehr
Zum Korean Street Food gehören scharfe Reiskuchen (Tteokbokki), Fischkuchen-Spieße in Brühe (Eomuk oder Odeng), Gimbap, Corn Dogs mit Mozzarella, der Gilgeori-Toast und süße Snacks wie Hotteok und Bungeoppang. Die meisten davon kochst du zu Hause mit Zutaten aus dem Asialaden nach.
Bunsik: die Küche der Imbissstände
Koreaner fassen die schnellen, günstigen Gerichte von Straßenständen und kleinen Imbissen unter dem Wort Bunsik (분식) zusammen. Ursprünglich meinte es Speisen aus Mehl, heute zählen Reiskuchen, Gimbap, frittierte Snacks und Instantnudeln dazu. Typisch ist die Kombination: Eine Portion Tteokbokki teilen sich mehrere Leute, dazu kommen Gimbap und frittiertes Gemüse, das sie in die rote Sauce tunken.
Für einen Bunsik-Abend zu Hause planst du zwei herzhafte Gerichte, einen Spieß und einen süßen Snack. Die Rezepte unten sind nach Art sortiert.
Herzhaft und scharf
Tteokbokki
Das bekannteste Straßengericht Koreas: zylindrische Reiskuchen in einer süß-scharfen Sauce aus Gochujang, Gochugaru, Zucker und Brühe, mit Fischkuchen und Frühlingszwiebeln. Das Rezept Tteokbokki braucht 20 Minuten. Mit Instantnudeln in derselben Sauce heißt es Rabokki. Weitere Ideen für die Nudelpackung sammelt der Ratgeber Instant-Nudeln aufwerten. Die Reiskuchen kaufst du im Asialaden gekühlt oder tiefgekühlt. Harte Tteok legst du vor dem Kochen 10 Minuten in warmes Wasser.
Als Richtwert für zwei bis drei Portionen: 500 g Tteok, 400 ml Wasser oder Sardellenbrühe, 2 EL Gochujang, 1 EL Gochugaru, 1 EL Zucker, 1 EL Sojasauce, zwei Platten Fischkuchen in Dreiecken und zwei Frühlingszwiebeln. Die Sauce aufkochen, Reiskuchen und Fischkuchen hineingeben und unter Rühren 8 bis 10 Minuten köcheln, bis sie glänzt und dicklich wird. Ein hart gekochtes Ei pro Person passt dazu.
Gimbap
Reisrollen in Nori, gefüllt mit Spinat, Möhre, eingelegtem Rettich, Omelett und Schinken oder Fischkuchen. Anders als Sushi würzt du den Reis mit Sesamöl und Salz statt mit Essig. Anleitung: Gimbap. Am Stand gibt es sie in Scheiben geschnitten zum Mitnehmen. Pro Rolle rechnest du ein Noriblatt und 150 bis 200 g gekochten Reis. Die Füllungen schneidest du in lange Streifen, so lang wie das Noriblatt breit ist, und legst sie nebeneinander auf das untere Drittel. Mit einer Bambusmatte rollst du fest auf und bestreichst die Rolle außen mit Sesamöl.
Twigim
Koreanische Tempura aus Süßkartoffel, Gemüse, Garnelen oder mit Glasnudeln gefüllten Nori-Röllchen. Der Teig wird dicker und knuspriger als der japanische. Rezept: Twigim.
Ein weiteres Bunsik-Gericht ist Sundae, eine Blutwurst mit Glasnudelfüllung, die Köche gedämpft und in Scheiben mit Salz und Chili servieren.
Spieße und Brühe
- Eomuk: Fischkuchenplatten, gefaltet und auf lange Spieße gesteckt, ziehen in einer Brühe aus Rettich, Kombu und getrockneten Sardellen. Die Brühe trinkst du aus Pappbechern dazu. Eomuk-Platten findest du tiefgekühlt im Asialaden.
- Dak Kkochi: Hähnchenspieße mit Frühlingszwiebel, gegrillt und mit süßer Soja- oder scharfer Gochujang-Glasur bestrichen.
- Sotteok Sotteok: abwechselnd Würstchen und Reiskuchen am Spieß, angebraten und mit süß-scharfer Sauce überzogen.
Frittiert und aus der Pfanne
- Korean Corn Dog: Würstchen und Mozzarella am Stiel, in Hefeteig getaucht, in Panko gewälzt und frittiert. Zum Schluss rollst du ihn in Zucker und gibst Ketchup und Senf darüber. Der Käse zieht lange Fäden, wenn du ihn heiß isst. Bei der Variante Gamja-Hotdog drückst du vor dem Frittieren kleine Kartoffelwürfel in den Teig, sie werden zu einer knusprigen Hülle.
- Gilgeori-Toast: Toastbrot in Butter geröstet, gefüllt mit einem Omelett aus Ei, Kohl, Möhre und Zwiebel, Käse und Schinken, gewürzt mit Zucker und Ketchup. Das klassische Frühstück auf dem Weg zur Arbeit.
Süße Snacks
- Hotteok: Hefeteigfladen mit Füllung aus braunem Zucker, Zimt und gehackten Nüssen. In der Pfanne flachgedrückt schmilzt der Zucker zu Sirup. Iss sie vorsichtig, der Zuckersirup in der Füllung verbrennt sonst die Zunge.
- Bungeoppang: fischförmige Waffeln mit roter Bohnenpaste. Du brauchst eine passende Waffelform, die es im Asialaden und online gibt. Die Hodugwaja, kleine Walnusskuchen, funktionieren nach demselben Prinzip.
- Gyeran Bbang: ovales Eierbrot, ein süßlicher Rührteig mit einem kompletten Ei darin, im Ofen gebacken.
- Dalgona: Karamell aus Zucker und Natron, flachgedrückt und mit einer Form geprägt. Du kochst ihn in einer Schöpfkelle über der Flamme.
Zutaten, Planung und Allergene
Für die meisten Rezepte brauchst du einen kleinen Grundstock: Reiskuchen (Garaetteok), Fischkuchenplatten, Gochujang, Gochugaru, Nori für Gimbap und Mozzarella für Corn Dogs. Reiskuchen und Fischkuchen gibt es im Asialaden im Kühlregal oder tiefgekühlt, Gochujang und Gochugaru auch in gut sortierten Supermärkten. Tiefgekühlte Tteok halten mehrere Monate, angebrochene Packungen im Kühlschrank wenige Tage.
Für vier Personen reicht ein Bunsik-Abend mit 500 g Tteokbokki, zwei Gimbap-Rollen, acht Eomuk-Spießen und einer Runde Hotteok. Bereite Gimbap als Erstes zu, er schmeckt bei Zimmertemperatur. Tteokbokki und Eomuk kochst du zuletzt, frittierte Snacks gehören sofort auf den Tisch.
Allergene: Fischkuchen enthalten Fisch und oft Weizen. Gochujang enthält meist Weizen und Soja. Corn Dogs, Hotteok und Gyeran Bbang enthalten Gluten, Ei und Milch, Hotteok zudem Nüsse. Sesam steckt in Gimbap und vielen Saucen.
Typische Fehler
- Tteok zu lange gekocht: Reiskuchen werden nach 8 bis 10 Minuten weich und zerfallen danach. Gib sie erst in die Sauce, wenn diese schon köchelt.
- Corn-Dog-Teig zu dünn: Er tropft vom Stiel. Der Teig muss zäh sein wie dicker Pfannkuchenteig.
- Öl zu kalt: Bei unter 170 °C saugen Twigim und Corn Dogs Fett auf.
- Gimbap zu dick gefüllt: Die Rolle platzt beim Schneiden. Ein scharfes, angefeuchtetes Messer hilft.